Berlin / Brüssel. Mit Blick auf die EU-Wahl verrieten die Bürgerinnen und Bürger Change.org, was ihre Hoffnungen und Wünsche für Veränderungen in der EU sind. Change.org ist die weltweit größte Online-Plattform für soziale Veränderung. Über 70 Millionen Menschen in der Europäischen Union nutzen Change.org bereits. Die Umfrage wurde zwischen März und April in EU-Ländern mit Change.org-Büros – in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Polen* – durchgeführt. 135.431 Menschen beteiligten sich. Paula Peters, Europachefin von Change.org kommentiert: “Beim Thema Bürgerbeteiligung hat die EU bisher versagt. Unsere Befragung zeigt: Die Leute haben ganz klare Wünsche an Europa.”

Highlights der Ergebnisse für Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Polen:

Umweltfreundlicher und fairer: Auf die Frage, welche Themen in der EU künftig eine größere Rolle spielen sollen, antworteten 72% der Befragten, dass sich das neue EU-Parlament und die neue EU-Kommission in den nächsten fünf Jahren auf den Umweltschutz konzentrieren solle, 68% wünschen sich einen Fokus auf ein faires Wirtschafts- und Steuersystem für die EU, 38% wählten an dritter Stelle das Thema Migration. Mit 79% der 18- bis 34-jährigen ist insbesondere jungen Menschen der Umweltschutz wichtig. “Die Antworten reflektieren die wichtigsten europäischen Kampagnen der letzten Jahre auf Change.org. Kampagnen zum Schutz der Umwelt, wie die Kampagnen zum Verbot von Einweg-Plastikflaschen oder zur Beendigung von Lebensmittelverschwendung sammelten Millionen von Unterschriften”, kommentiert Paula Peters, Europachefin von Change.org.

Ausgangsfrage: Welche Themen sollen in der EU künftig eine größere Rolle spielen?
Quelle: Data for Good

“Nach dem Klick kommt das Kreuz”: Die Wahlabsicht bei den nächsten Europawahlen ist bei den befragten Change.org-Usern signifikant höher als die tatsächliche Wahlbeteiligung in den jeweiligen Ländern bei der Europawahl 2014. 84% der Befragten gaben an, dass sie vorhaben, bei der Wahl abzustimmen. Die höchste Wahlabsicht unter den Nutzern auf Change.org zeigt sich in Deutschland (91% im Vergleich zu einer tatsächlichen Wahlbeteiligung von 48,1% in der Europawahl 2014). Peters kommentiert: “Auf Change.org zeichnen oder starten unsere Nutzer*innen Petitionen, Demonstrationen, Aktionen. Sie entwickeln Kampagnen und wollen Veränderung anstoßen. Ich freue mich, dass unsere Nutzer*innen vorhaben, ihre Stimme bei der EU-Wahl abzugeben. Nach dem Klick kommt das Kreuz!”

Auch die Meinung zur Wirksamkeit der EU in den jeweiligen Ländern wurde abgefragt. Ergebnis: 40% der Befragten empfinden diese als positiv bis extrem positiv, 23% als neutral und 36% als negativ oder extrem negativ. Unter den fünf teilnehmenden Ländern waren die spanischen Antworten die positivsten (58% der Befragten empfinden die Wirksamkeit der EU als positiv bis extrem positiv) und die französischen Antworten die negativsten (48% empfinden die Wirksamkeit der EU als negativ bis extrem negativ).

Weitere interessante Ergebnisse:

  • Der Schutz der Umwelt landete unter den weiblichen Umfrage-Teilnehmerinnen auf dem ersten Platz, unter den Männern auf dem zweiten Platz; sie präferierten ein faires Wirtschafts-und Steuersystem.
  • Gefragt wurde auch nach der Bekanntheit der European Citizens Initiative (ECI), einem Europäischen Petitions-Werkzeug: Nur 39,6% der Befragten kennen es, vor allem die über 65-jährigen. Den 35 bis 44-jährigen ist es am wenigsten bekannt.
  • Im Gegensatz zu den Älteren bevorzugten jüngere Teilnehmer*innen mit der Save the Internet-Kampagne das Thema “EU-Urheberrecht” (30,1% der 18 bis 24-jährigen gegen 8,1% der über 65-jährigen.)

Weitere Informationen zu den Daten:

Die Daten finden Sie unter folgendem Link interaktiv ausgewertet. Die Ergebnisse können nach Land gefiltert werden: bit.ly/changingEurope. Change.org dankt Data for Good und Toucan Toto für die Analyse und Visualisierung der Daten.