#2 Kampagne verbreiten

Nachdem Sie Ihre Petition gestartet haben, benötigen Sie nun Unterschriften um Aufmerksamkeit und Unterstützung für Ihr Anliegen aufzubauen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Petition am besten in Ihren Social-Media-Kanälen und mit gleichgesinnten Menschen teilen, denen Ihr Anliegen wichtig ist, um die benötigten Unterschriften zu sammeln.

In Social Media Kanälen teilen

Nachdem die Petition gestartet wurde, kann sie einfach auf Facebook und Twitter geteilt werden.

Loggen Sie sich ein und rufen Ihre Petitionsseite auf. Rechts neben dem Text finden Sie die Möglichkeit, die Petition über Facebook, Twitter oder Email zu teilen.

Wir raten diese Funktion mehr als einmal zu nutzen, damit Ihre Petition so oft wie möglich auf Facebook und Twitter gesehen wird.

Zusätzlich zum Teilen der Petition im eigenen Netzwerk, können Sie:

  • Facebookgruppen beitreten, die zum Thema oder Ort Ihrer Petition passen, und die Petition dort teilen.
  • Den Link zu Ihrer Petition in den Kommentaren von relevanten Nachrichten zu dem Thema hinterlassen.
  • Meinungsmacher*innen direkt ansprechen und sie darum bitten, Ihren Post oder den Link zu Ihrer Petition zu teilen.

Kampagne per Email verschicken

Der Versand per E-Mail ist mindestens genauso wichtig wie die Verbreitung via Social Media. Bitten Sie Ihre Freund*innen und Familie Ihre Petition zu unterschreiben und zu teilen. Es ist der beste Weg Schwung in Ihre Kampagne zu bringen. Wichtig ist nicht nur an wen Sie die Kampagne per E-Mail senden, sondern auch was Sie dazu schreiben.

Finden Sie einen spannenden Aufhänger für die E-Mail. Sie müssen es schaffen, den*die Empfänger*in mit den ersten paar Sätzen in den Bann der Geschichte zu ziehen. Nur dann liest er sich den Rest der E-Mail durch.

Fassen Sie in drei Sätzen zusammen, was das Problem ist und erklären Sie, warum Sie sich für eine Veränderung einsetzen.

Arbeiten Sie dabei Ihre persönliche Geschichte heraus, besonders wenn Sie den Empfänger der E-Mail nicht kennen. Menschen setzen sich eher für etwas ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie von einer echten Person angesprochen werden. Je emotionaler und berührender Ihr Aufruf, desto mehr Menschen werden Sie überzeugen können, Sie zu unterstützen.

Stellen Sie klar heraus, was genau Sie verändern wollen und was sich dadurch verbessert.

Hier ist ein Beispiel Text:

Eine Neuigkeit zur Kampagne verschicken

Das Verschicken einer Neuigkeit zu Ihrer Petition ist nicht nur einer der effektivsten Wege mehr Unterschriften zu gewinnen, sondern es hält auch Ihre Unterstützer*innen auf dem neuesten Stand und ermutigt sie an einer Aktion teilzunehmen, um Ihre Kampagne voranzutreiben.

So senden Sie eine Neuigkeit an Ihre Unterstützer*innen

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie eingeloggt sind. Das erkennen Sie z.B. daran, wenn Sie oben rechts auf Ihr Profil klicken
  1.   Gehen Sie auf Ihre Petition und scrollen Sie an das Ende Ihres Textes. Dort finden Sie unser Versendungs-Programm.


Klicken Sie auf den Button Jetzt Neuigkeit schreiben!

Beispiel:

Dies sind unsere Top 3 Tipps für Ihre Petitions-Neuigkeiten:

1. Schicken Sie jedes Mal eine Neuigkeit, wenn etwas in Ihre Kampagne passiert

  • Die Unterstützer*innen haben die Petition unterschrieben, weil ihnen das Anliegen wichtig ist, deswegen wollen sie auch wissen, wie es mit der Kampagne weitergeht. Schicken Sie ihnen ungefähr einmal die Woche eine Neuigkeit zu den neuesten Ereignissen.

2. Es gibt viele Gründe eine Neuigkeit zu versenden. Versuchen Sie jeden der folgenden in ihre Kampagne einzubauen:

  • Teilen Sie Medienberichte oder Nachrichten passend zu Ihrer Kampagne.
  • Fragen Sie nach Rat und Kontakten, die Ihnen helfen könnten Ihre Kampagne voranzutreiben.
  • Erzählen Sie, wenn Sie in Kontakt mit den Entscheidungsträger*innen waren.
  • Bitten Sie die Unterstützer*innen Ihrer Kampagne auf eine andere Art und Weise zu helfen, wie z.B. Geld zu spenden oder die Entscheidungsträger*innen per E-Mail, auf Facebook oder Twitter zu kontaktieren.

Beispiele:

3. Bitten Sie Ihre Unterstützer*innen immer etwas zu tun, um der Kampagne zu helfen, wenn Sie eine Neuigkeit verschicken. Hier ein paar Beispiele:

  • „Lesen und teilen Sie diesen Artikel, damit noch mehr Menschen von unserer Kampagne erfahren“
  • „Schreiben Sie einen Kommentar, wenn Sie Ideen haben, wie wir die Petition gewinnen können“
  • „Kontaktieren Sie die Entscheidungsträger*innen via Email, Facebook oder Twitter“

Beispiel:

Beteiligen Sie sich an der Diskussion in Social-Media-Kanälen

Hat Ihr*e Entscheidungsträger*in online eine Diskussion gestartet oder gibt es auf Twitter einen Hashtag zu Ihrem Thema? Schreiben Sie etwas zu Ihrer Petition und benutzen Sie im gleichen Beitrag diesen Hashtag, um in den Social Media Kanälen Aufmerksamkeit für Ihre Kampagne zu gewinnen.

Erstellen Sie einen Hashtag für ihre Kampagne

Führen Sie eine langwierige Kampagne, die andere Gruppen und Individuen eventuell auf Twitter verbreiten wollen? Erstellen Sie einen Hashtag für Ihre Kampagne, damit Menschen Ihren Neuigkeiten folgen können und online miteinander diskutieren können.

Hashtags sollten so kurz wie möglich gefasst werden. Auch Abkürzungen sind ok. Um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, können Hashtags aber auch etwas länger sein oder den Namen der Entscheidungsträger*innen beinhalten.  

 

Beispiele:

  • #wegmit219a
  • #FuerMartin
  • #Merkelsagwas
  • #no120db
  • #Bringbackourgirls

Frageaufruf an Abgeordnete via abgeordnetenwatch.de

Wenn Sie mit Ihrer Change.org-Kampagne ein bundes- oder landespolitische Anliegen verfolgen, dann bietet sich ein Frageaufruf via abgeordnetenwatch.de an. Abgeordnetenwatch.de ist eine gemeinnützige Internetseite, über die Sie sämtliche Abgeordnete auf Europa, Bundes- und Landesebene öffentlich einsehbar befragen können. Fun Fact am Rande: abgeordnetenwatch.de wurde von unserem Vorstand Gregor Hackmack mitgegründet.

Nutzen Sie die Updatefunktion (siehe oben) und rufen Sie Ihre Unterzeichner*innen dazu auf bei ihren jeweiligen Wahlkreisabgeordneten nachzufragen, wie diese zum Anliegen der Petition stehen. Achtung: abgeordnetenwatch.de ist keine Kampagnenplattform. Bitten Sie ihre Unterstützer*nnen daher unbedingt die Fragen individuell und höflich zu stellen. Eine Person sollte nicht massenhaft Fragen stellen, sondern sich auf jeweils einige wenige Abgeordnete z.B. die aus dem eigenem Wahlkreis beschränken.

Hier ein Beispiel

Es wird einige Tagen dauern bis die ersten Antworten eintreffen. Am besten Sie schauen regelmäßig in der Frage- und Antwortübersicht auf abgeordnetenwatch.de nach: https://www.abgeordnetenwatch.de/dialogues/26909/deputies. Werten Sie diese aus und nehmen Sie sie zum Anlass sich mit einzelnen Abgeordneten zu treffen und diese im besten Fall als Unterstützer*innen für ihre Kampagne zu gewinnen. In jedem Fall werden Sie durch diese Aktion einen Überblick darüber bekommen, wer Sie und Ihr Anliegen bereits unterstützt und wen Sie noch überzeugen müssen. Denken Sie auch daran, sich bei Ihren Petitions-Unterzeichner*innen per erneutem Update für das Mitmachen zu bedanken und Ihnen einen Überblick über die bereits eingegangen Fragen und Antworten zu verschaffen z.B. indem Sie den Link: https://www.abgeordnetenwatch.de/dialogues/26909/deputies mit Ihnen teilen.

Beschaffen Sie sich weitere Informationen per FragDenStaat

Was viele Menschen nicht wissen: Sie haben das Recht auf Zugang zu sämtlichen Informationen, die bei staatlichen Stellen z.B. in Ministerien und Behörden schlummern. Denn auf Bundesebene und auch in den meisten Bundesländern gibt es das sogenannte  Informationsgesetz oder Transparenzgesetz. Oft ist es hilfreich nachzufragen, ob es Gutachten oder vielleicht sogar schon Gesetzentwürfe gibt, die die eigenen Kampagne betreffen. Auch Korrespondenz von staatlichen Stellen zum eigenen Kampagnenthema kann sehr aufschlussreich sein und die Kampagne entscheidende voranbringen.

Um eine Anfrage nach dem Informationsfreiheits- bzw. Transparenzgesetz zu stellen, empfehlen wir die Internetseite FragdenStaat: https://fragdenstaat.de/. Folgen Sie den dort beschriebenen Anleitungen. Das Besondere an Frag-Den-Staat: alle Anfragen und auch Antworten sind öffentlich einsehbar und damit auch für andere nutzbar. Teilen Sie Ihre Erkenntnisse per Update mit den Unterzeichner*innen Ihrer Petition!

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